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Corona-Einschränkungen verhindern 2-vs-2-Format im DFB-EPokal

Die verschärften Corona-Richtlinien, die aufgrund der weiterhin erhöhten Infektionszahlen verhängt wurden, beeinflussen nun auch den E-Sport. Der Deutsche Fußball Bund hat am 11. November diesen Jahres den von ERGO gesponserten DFB-Epokal ausgerufen, in dem sich Amateurspieler im Videospiel FIFA messen können und damit damit ein neues Kapitel im dfb esports aufgeschlagen. In diesem Wettbewerb schließen sich die Teilnehmer zu einem Team von drei bis fünf Spielern zusammen, was dem Fußball auch virtuell den Charakter eines Mannschaftssports verleiht.

Durch das aktuelle Infektionsgeschehen ist der DFB nun gezwungen Veränderungen am Modus vorzunehmen. Dieser sieht eigentlich vor, dass die Teams zuerst in zwei 2-vs-2-Spielen aufeinander treffen. Falls im Anschluss kein Sieger feststeht, da jedes Team jeweils ein Spiel gewinnen konnte, muss ein 1-vs-1 die Entscheidung herbeiführen. Durch die seit Oktober wieder stark ansteigenden Infektionszahlen hat der Bund allerdings beschlossen, dass sich nur noch Personen aus zwei verschiedenen Haushalten treffen dürfen, weshalb ein 2-vs-2 nicht mehr möglich ist. Aus diesem Grund absolvieren die Teams nun 3 Einzelduelle. So soll erst einmal nur die erste Runde des DFB-Epokals am kommenden Samstag ausgetragen werden. Die darauffolgenden Spiele, unter anderem die Club Qualifier-Spiele im künftigen Januar, sollen davon – vorläufig – nicht betroffen sein.

 

Warum müssen die Infektionsrichtlinien bei einem virtuell ausgetragenen Pokal beachtet werden?

Auch wenn der DFB diesen Pokal unter seiner Fahne austrägt, ist er an die Voraussetzungen gebunden, die das Videospiel FIFA 21 bietet. Zurzeit ist es in der Fußballsimulation aus dem Hause EA Sports nicht möglich 2-vs-2-Spiele in dem vom Deutschen Fußball-Bund vorgegebenen Modus zu spielen. Die Nutzer können online zwar im 90er-Modus (alle Spieler erhalten eine Bewertung von 90) spielen, allerdings nur gegen zufällige und damit nicht gegen ausgewählte Gegner. Die Kontrahenten müssen sich im DFB-Epokal also in einem Raum befinden, was nun leider nicht möglich ist. Da der Deutsche Fußball-Bund als Vertreter des deutschen Fußballs eine Vorbildfunktion einnimmt, ist es sehr begrüßenswert, dass die Verantwortlichen den Wettbewerb mit angepassten Bedingungen fortsetzen möchten. Er beweist damit, dass das kulturelle Leben durch die Corona-Richtlinien zwar eingeschränkt, aber nicht zum Stillstand gekommen ist.

Der DFB hofft auf das Verständnis der teilnehmenden Teams, deren Gesundheit mit diesen Maßnahmen geschützt werden soll. Falls sich die Lage im nächsten Jahr nicht gebessert haben sollte, halten sich die Verantwortlichen die Möglichkeit offen, die aktuellen Veränderungen beizubehalten oder notfalls zu erweitern, um einen reibungslosen Ablauf des Turniers zu gewährleisten. Im Idealfall steigt im Frühjahr des nächsten Jahres das Finale in Berlin und kürt das Siegerteam mit einem Preisgeld von 25.000 Euro. Livestreams auf Twitch.tv, esports.com und dfb-efootball.de sorgen dafür, dass E-Sport-Begeisterte jedes Spiel hautnah miterleben und den Siegen ihrer Favoriten entgegenfiebern können.